Preis Wärmepumpe

Ich habe mich bei meinem Eigenheim für eine „alternative“ Heizmethode – nämlich eine Luftwärmepumpe – entschieden. Für mich war es wichtig, dass ich auf eine Heizmethode setze, die nachhaltig auch eine gute Ökobilanz aufweist. Außerdem war natürlich auch der Anschaffungspreis bzw. die laufenden Kosten ein Grund dafür, eine Luft-Wärmepumpe als Energiequelle für mein Eigenheim einzusetzen.

Da der Preis für natürlich für viele eine wichtige Rolle spielt, möchte ich in meinem heutigen Blogbeitrag kurz  und kompakt darauf eingehen, mit welchen Preisen bzw. Kosten man bei der Anschaffung und Betrieb einer Luftwärmepumpe zu rechnen hat.

Einsparungspotential gegenüber anderen Wärmepumpen

Borgerät Erdsonde

Borgerät Erdsonde | © Matthias Ruhbaum / pixelio.de

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind im Vergleich zu anderen Wärmepumpen (Sole-Wasser oder Wasser-Wasser) in der Anschaffung relativ günstig. Das hat vor allem damit zu tun, dass Luft-Wärmepumpen der Außenluft die Wärme entziehen und damit die Installation von sehr aufwendigen und kostenintensiven Erdsonden oder Erdkollektoren, wie es  beispielsweise bei Sole-Wasser-Wärmepumpen notwendig ist, wegfällt. Damit spart man sich bei der Anschaffung schon mal bis zu € 10.000. Aber auch das Einholen von zusätzlichen Baugenehmigungen fällt beim Betrieb einer Luftwärmepumpe weg. Damit wird auch der administrative Aufwand deutlich reduziert.

 

 

Materialpreis Luftwärmepumpe

Vergleicht man die Preise von seriösen Anbietern für Luftwärmepumpen, so kommt man auf eine Preisspanne von ca. € 12.000  bis € 16.000 (beruht auf eigenen Erfahrungswerten). Darin inkludiert sind meistens das Außengerät (sofern es sich um eine Splitvariante handelt), das Innengerät, die Verbindungsleitungen und sowie eine Pauschale für die Inbetriebnahme der Anlage. Der Preis hängt natürlich auch davon ab, welche Variante man beim Außengerät wählt. Kommt bspw. eine Invertertechnik oder eine modulierende Anlage mit einer hohen Leistung zum Einsatz, dann bewegt man sich eher in Richtung der € 16.000 bis € 18.000.

Betriebskosten Luftwärmepumpe

Damit Luftwärmepumpen der Umgebungsluft Wärme entziehen können, müssen Sie mithilfe von Strom betrieben werden. Da die Umgebungluft natürlich je nach Jahreszeit schwankt, muss bspw. im Winter mehr Strom aufgewendet werden, um der Außenluft die notwendige Wärme zu entziehen und diese an auf ein höhreres Nivau zu pumpen. Von dem her sind die Betriebskosten vor allem im Winter bei Luftwärmepumpen höher als bei anderen Wärmepumpen Technologien. Mein Stromverbrauch zum Betrieb der Wärmepumpe (FBH 150 m²) liegt im letzten Monat (Jänner) bei 11 kWh pro Tag  (Durchschnitt Außentemperatur -1 Grad ) – also durchaus verkraftbar, wenn man  die kWh 15,4 Cent kostet.

Ich würde mich nach wie vor für eine Luftwärmepumpe entscheiden, da die Anschaffungskosten relativ günstig  bzw. auch die Kosten vom laufenden Betrieb verkraftbar sind.

Was sind eure Erfahrungen bezüglich Preis und Betriebskosten von Wärmepumpen. Über einen Kommentar diesbezüglich würde ich mich freuen.

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Bewertung 3.9 Sterne aus 8 Meinungen

9 Gedanken zu “Preis Wärmepumpe

  1. Hallo Jakob,

    ich habe eine KNV Split LWP (genaue Modellbezeichnung hab ich im Moment nicht bei der Hand).
    Dezember 2013: 23 KWh/Tag (WW+HZG+Reststrom) also gesamter Strom.
    Fläche 150m2
    Effektiver Strompreis: 0,17Cent/KWh

    Wo bezahlst Du nur die 15Cent?

    lg
    W

    • Hallo W, die 15,4 Cent bezahl ich bei der TIWAG. Normaler Fairplus Tarif … 23 kWh kommt mir relativ viel vor – weil der Dezember ja auch relativ mild war. Hast du keinen eigenen Zähler für die Wärmepumpe?

  2. Hallo,

    vorsicht: ich habe keineb Extra Zähler für due WP. Nur Gesamtstrom (Tag+Nacht). Also WW plus HZG plus Kochen/Bügeln/Backen/…

    Derzeit zahle ich 0,62 bzw. 0,55 pro KwH. Tiwag ist günstiger. Werde wohl nächstes Jahr wechsen müssen.

    lg
    W

  3. Hallo!
    Ich bin ebenfalls gerade beim planen für mein Haus.
    Für mich kommt momentan nur mehr die Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Tiefenbohrung in Frage.

    War für dich der ausschlaggebende Grund für die LWP das du weniger administrativen Aufwand hast und die Anschaffungskosten niedriger sind?
    Meiner Meinung nach habe ich bei einer Tiefenbohrung weniger laufende Kosten im Monat (vor allen im Winter) als mit einer LWP.

    LG

    • Hallo, für mich waren die Anschaffungskosten ausschlaggebend, da die Tiefenbohrungen alleine ca. € 10.000 an Kosten verursacht hätten. Ich weiß nicht, welchen Stromverbrauch eine Solewasser Wärmepumpe hat – ich habe im Winter (Durchschnittsaußentemperatur -2 Grad) ca. 15 kWh pro Tag an Stromverbrauch gehabt und hatte dabei eine Innentemperatur von 19 Grad. Ich muss dazusagen, dass ich mich noch in der Rohbauphase befinde und im Moment noch die Wärmedämmung an der Außenfassade fehlt. Bei einem Strompreis von 15 Cent pro kWh kann ich ca. 65000 kWh an Strom mehr verbrauchen, als eine Solewasser Wärmepumpe, bis sich die Investitionskosten rechnen würden …

      • Also sicherlich sind die Anschaffungskosten höher durch die Tiefenbohrung. Ich bin momentan trotzdem eher in Richtung Tiefenbohrung unterwegs. Dies hat mehrere Gründe – einer davon ist sicher die „längere“ Haltbarkeit gegenüber einer Außenheit (die ständig der Witterung ausgesetzt ist). Zum anderen sicherlich auch, die wesentlich konstantere Temperatur -> Wasser im Vergleich zu Luft. Und den heurigen „Winter“ kann man ja nicht als Referenz hernehmen. Ich lasse mir auf alle Fälle beides anbieten – mein Bauchgefühl sagt, eher eine Tiefenbohrung. Und wenn man wirklich eine sehr gute und brauchbare LWP haben will, mit einer guten Außenheit, ist der Preisunterschied zur Bohrung auch nicht mehr all zu dramatisch!

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