Hausbau Checkliste

Beim Hausbau bedarf es erfahrungsgemäß einer strukturierten Vorgehensweise, bei der es einige wichtige Punkte zu bedenken gibt. Aus diesem Grund habe ich in meinem heutigen Blogbeitrag eine kurze Hausbau Checkliste zusammengestellt, die man vor der Errichtung seines Eigenheimes berücksichtigen sollte:

Finanzierung
Die Finanzierung des Eigenheimes ist ein leidiges Thema, denn ohne ein Bankdarlehen können sich viele ihren Traum vom Eigenheim nicht erfüllen. Aus diesem Grund sollte bei der Finanzierung bereits das Grundstück sowie mindestens 20% an Eigenkapital vorhanden sein. Bei vielen Banken kann man nur unter diesen Voraussetzungen mit einer Darlehensgewährung rechnen.

Eigenleistungsquote
Außerdem sollte man evaluieren, was man an Eigenleistung selbst einbringen kann. Seriöse Bankinstitute rechnen mit einer Eigenleistungsquote von 10 – 15%. Werte von über 20% sind in einer kurzen Bauphase (1 – 1,5 Jahre) unrealistisch, sofern man einem 40-Stunden Job nachgeht.

Bebauungsplan
Vor Anschaffung des Grundstückes sollte man sich auf jeden Fall den Bebauungsplan der zuständigen Gemeinde ansehen. Hier sieht man, ob das Grundstück auch für Bauzwecke gewidmet ist, oder ob ein Bauverbot bswp. aufgrund erhöhter Bedrohung durch Naturkatastrophen vorhanden ist.

Bauplatzbewilligung
In einem nächsten Schritt kann man dann bei der zuständigen Gemeinde um eine Bauplatzbewilligung ansuchen. Hier wird von der Gemeinde nochmal evaluiert, ob die Zufahrt zum Grundstück geregelt ist bzw. ob es irgendwelche Beschränkungen bezüglich der geplanten baulichen Maßnahme gibt. Sollte es diese geben, so muss man ev. zusätzliche Genehmigungen bei der Bezirkshauptmannschaft einholen (bspw. Naturschutzbewilligung im Uferbereich von Seen)

Vorinformation Nachbarn
Um eventuellen Unstimmigkeiten mit den Nachbarn vorzugreifen, sollte man proaktiv das Gespräch suchen, bei dem man das Bauvorhaben erklärt und die Nachbarn ggf. über Einschränken während der intensiven Bauphase informiert.

Ausführung Einreichplan
Der Einreichplan für das Eigenheim sollte nur von einem dafür ausgebildeten und befugten Planer erstellt werden. Ansonsten muss man mit einem negativen Baubescheid rechnen. Sofern die Wohnbauförderung beansprucht wird, muss schon bei der Planung die max. Wohnnutzfläche berücksichtigt werden.

Vorbegutachtung Einreichplan
Der Einreichplan inklusive aller notwendigen Unterlagen sollte früh genug beim zuständigen Gemeindeamt oder Stadtmagistrat zur Vorprüfung eingebracht werden. Aus der Vorprüfung leitet sich auch der Termin für die Bauverhandlung ab. Werden also keine groben Mängel bei der Vorprüfung beim Einreichplan festgestellt, so kann man mit einem zeitnahen Termin für die Bauverhandlung rechnen.

Zeitplan Bauphasen
Vor Baubeginn sollte man sich einen Zeitplan für die einzelnen Bauphasen festlegen. Das sollte durchaus eine detaillierte Planung sein, wo man bspw. festlegt, wann die Elektroinstallationen oder der Estrich ausgeführt werden.

Zusammenarbeit mit einem Baumeister
Für die Bauausführung sollte man auf jeden Fall mit einem gesetzlich befugten Baumeister zusammenarbeiten. Das ist vor allem aufgrund des Baurechtes eine gesetzliche Voraussetzung bei der Errichtung eines Eigenheimes. Die Praxis zeigt aber auch, dass es sich durchaus auszahlt, gewisse Leistungen von einem Fachmann erledigen zu lassen, da man auf lange Sicht mit weniger Mängeln rechnen muss.

Es gibt natürlich noch weiter wichtige Punkte, die man berücksichtigen sollte. Dazu aber mehr in einem meiner nächsten Blogbeiträge

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