Fundament Luftwärmepumpe

In diesem Blogbeitrag möchte ich gerne die recherchierten Informationen zur Herstellung eines Fundamentes für das Außengerät einer Luftwärmepumpe mit allen Interessierten teilen.

Es gibt zwei Möglichkeiten für den Aufstellungsort des Außengerätes einer Split Luftwärmepumpe. Kleine Wärmepumpen können anhand einer Wandkonsole an einer Außenwand des Hauses montiert werden. Bei großen Splitgeräten ist jedoch von dieser Montageart dringend abzuraten, da es zum Ersten schwierig ist, eine Wandkonsole für 200 – 400 Kilogramm Traglast aufzutreiben. Zum Zweiten werden die auftretenden Schwingungen beim Betrieb der Wärmepumpe auf die Wand übertragen und dadurch wird ein störendes Geräusch im Wohnhaus erzeugt. Zu guter Letzt gestaltet sich vielerorts auch die Einbindung der Wandkonsole in den Vollwärmeschutz als relativ schwierig.

Der richtige Aufstellungsort für eine Luftwärmepumpe

Bei meinem Bauvorhaben wird die Luftwärmepumpe auf einem eigens dafür vorgesehenen Betonsockel montiert. Wichtig ist, dass dieser Betonsockel völlig freistehend ist und keinerlei Verbindung zum Baukörper des Eigenheimes besitzt. Außerdem sollte drauf geachtet werden, dass die Luftwärmepumpe genügend Abstand zum Nachbargrundstück hat, damit der im Betrieb entstehende Lärmpegel von ca. 30 – 50 dB (von Wärmepumpe zu Wärmepumpe unterschiedlich) nicht als Lärmbelästigung wahrgenommen wird. Der Geräuschpegel nimmt natürlich mit dem Abstand deutlich ab und aus ca. 6 Meter Entfernung nimmt man das Geräusch der Wärmepumpe nur noch vergleichbar mit dem Geräusch eines Kühlschrankes wahr.

Herstellung Fundament Wärmepumpe

Wenn man berücksichtigt, dass das Außengerät einer Luftwärmepumpe bis zu 400 Kilogramm an Gewicht haben kann, dann ist es natürlich notwendig, auch das Fundament entsprechend stark auszuführen. Von dem her sollte das Fundament folgendermaßen aufgebaut sein

  • Das Fundament der Luft Wärmepumpe sollte aus einem ca. 20 – 30 cm starken Betonsockel bestehen.
  • Die Abschalung kann ganz einfach mit den handelsüblichen Schaltafeln erfolgen. Wichtig ist auch, dass man in den Sockel die notwendige Bewehrung integriert, damit der Betonsockel auch den Belastungen (Schwingungen) der Wärmepumpe standhält.
  • Aufgrund der beschränkten Größe kann der Betonsockel durchaus in Eigenregie betoniert werden. Am besten man verwendet den im Baumarkt erhältlichen Fertigbeton, abgepackt in 25 Kilogramm Säcken.
  • Zu berücksichtigen ist auch, dass die Frosttiefe ca. 1,20 m beträgt und das vorhandene Erdreich bis zu dieser Tiefe durch Schotter oder Frostkoffer ausgetauscht wird. Damit stellt man sicher, dass der Betonsockel im Winter nicht durch den Frost angehoben wird bzw. in den Sommermonaten absinkt und somit mit der Zeit Risse bekommt.
  • Wichtig: ein Kondensatablauf muss im Betonsockel vorgesehen werden, der das entstehende Kondensat der Wärmepumpe unterhalb die Frosttiefe ableitet und zum versickern bringt. Falls ein Abflussrohr in der Nähe ist, dann sollte man das Kondensat natürlich direkt in den Abfluss einleiten. Der Kondensatablauf sollte nach Möglichkeit senkrecht ausgeführt werden, um ein Abfrieren im Winter zu verhindern. Ggf. muss der Kondensatablauf mit einer Heizung ausgestattet werden.
  • Natürlich sollte auch eine Leerverohrung vom Heizraum bzw. Aufstellungsort des Innengerätes zum Fundament der Wärmepumpe vorgesehen werden. Somit kann bei der Ausführung der Heizungsinstallation die Verbindung zwischen Außen und Innengerät über über diese Leerverohrung hergestellt werden. Ein handelsübliches Abflussrohr mit 150 mm Durchmesser sollte hier den Zweck erfüllen.

Berücksichtigt man die vorangegangenen Punkte bei der Herstellung des Fundamentes, so kann man sich sicher sein, einen stabilen und funktionellen Aufstellungsort für die Wärmepumpe geschaffen zu haben.

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