Flächenbündige Türen

Die derzeit möglichen Varianten bei Innentüren sind nach meinem Empfinden eine Wissenschaft für sich. Beispielsweise ist da von flächenbündigen, wandbündigen oder beidseits bündigen Innentüren die Rede. Doch wo liegt hier nun der genaue Unterschied?

Bei der Auswahl der Innentür Variante für mein Eigenheim musste ich erstmal eine Recherche zu den unterschiedlichen Türmodellen anstellen, um die genannten Begriffe voneinander abgrenzen zu können. Um diese Rechereche allen nachfolgenden Häuslbauern zu ersparen, werde ich die drei wichtigsten Innentür Modelle in meinem heutigen Blogbeitrag kurz erklären.

Flächenbündige Türen

Flächenbündige Türen

Flächenbündige Türen | © Gerrit Schmit / pixelio.de

Bei flächenbündigen Innentüren springt das Türelement gegenüber der Wand  etwas vor. Das Türblatt liegt jedoch mit dem Türstock bzw. der Türzage in einer Ebene, was durch spezielle Türbänder ermöglicht wird. Die 3D-Türbänder lassen sich auch dreidimensional verstellen, wodurch die Innentür auch nach einigen Jahren nachjustiert werden kann. Diese Ausführung der Innentür hat den Vorteil, dass sie sich in jedes herkömmliche Wandloch einbauen lässt und vor allem dadurch auffällt, dass sie sich unauffällig in die Gestaltung eines Raumes einfügt. Somit lässt diese Türvariante sogar das Herz von hartgesottenen Pragmatikern etwas höher schlagen 😉

 

Wandbündige Türen

Wandbündige Türen

Wandbündige Türen | © Benjamin Matzmorr / pixelio.de

Wandbündige Innentüren müssen schon in der Planungsphase einer Wohnung oder eines Eigenheimes berücksichtigt werden, da eine größere Türöffnung eingeplant werden muss. Außerdem ist es notwendig, einen entsprechenden Blindstock schon vor dem Verputzen oder den Gipskarton-Arbeiten in die Türleibung einzusetzen, da bei der wandbündigen Innentür die Tür mit der Wand auf einer Ebene liegt und somit eine Schattenfuge zwischen Wand und Türzarge hergestellt werden muss. Dies geschieht meistens dadurch, dass auf dem Blindstock eine Aluschiene montiert wird, welche den Abschluss der Wand hin zum Türstock bzw. der Türzarge bildet. Das Ergebnis ist ein mit der Wand verschmolzenes Türelement, was einen modernen Effekt erzeugt – ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“. Solche Türen lassen sich in jede Wohnarchitektur perfekt integrieren. Leider handelt es sich hier auch um das weitaus teuerste Türmodell.

Beidseitig Bündige Türen

Die beidseitig bündige Innentür erfordert die Montage eines Pfostenstockes. Die Tür ist also auf beiden Seiten mit dem Türstock bündig. Wichtig ist bei dieser Variante, dass der Pfostenstock vor dem Verputzen gesetzt wird und somit eingeputzt werden kann. Ist das nicht möglich, dann kann der Stock auch bei einer fertig verputzen Türlaibung versetzt werden (vorausgesetzt, die Laibung ist auch wirklich gerade verputzt). Bei der beidseitig flächenbündigen Optik kommt auch ein stärkeres Türblatt zum Einsatz (zwischen 50 mm und 70 mm). Hier muss darauf geachtet werden, dass qualitativ hochwertige Türbänder zum Einsatz kommen, die der ständigen Belastung des schweren Türblattes standhalten.

Meine Wahl

Nach langer Überlegung habe ich mich nun doch für die wandbündigen Innentüren entschieden, da sie meiner Meinung nach am besten zu meiner  Innenarchitektur passen. Beachten sollte man jedoch noch bei der Auswahl von wandbündigen Innentüren, dass dann auch die Bodenleisten bündig in der Wand versenkt werden sollten. Ansonsten gibt es einen etwas unschönen Abschluss der Bodenleiste hin zur Tür. Wie man wandbündige Bodenleisten günstig umsetzt, werde ich in einem meiner nächsten Blogbeiträge erklären. Bis dahin viel Spaß beim Planen, Bauen, und Einrichten!

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3 Gedanken zu “Flächenbündige Türen

  1. hallo jakob, sehr feine seite und sehr gute tipps. kannst du mir bitte bei verraten wie die wandbündigen sockelleisten umgesetzt werden können. wir starten unseren rohbau in einer woche und der innenputzer meinte das ist nur mit
    viel aufwand und sehr hohen kosten realisierbar. vielen dank vorab
    lg
    thomas

    • Hallo Tom, bei mir war die Integration der wandbündigen Bodenleisten recht einfach, da ich die Wände innen mit Rigips verkleidet habe. Ich habe einfach ein Alu Profil (T-Profil) im Bereich der Bodenleisten and die Wand geschraubt und dann die Rigipsplatten auf dieses Profil abgespachtelt. Somit hatte ich eine schöne Kante, wo ich dann unterhalt die Leisten bündig mit der Rigipsplatte montieren konnte. Die Profile an eine Mauer zu schrauben stell, ich mir nicht so einfach vor, da die Mauer wahrscheinlich nicht so gerade ist, wie eine Holzwand … Außerdem müsstest du für jede Schraube bohren und dübeln … Aber möglich ist das sicher auch, wenn du genügend Zeit und Muse dafür hast.
      lg
      Jakob

      • Hallo Jakob,

        vielen Dank für deinen Tipp. Deine Variante werde ich asap mit dem ausführenden Bodenleger
        durchgehen. Nachdem wir einen Holzboden verlegen und mit Kalkverputz geplant wird, könnte
        das gut funktionieren.

        Schönen Abend
        lg
        Tom

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