Energiesparhaus

Das Energiesparhaus ist in aller Munde und mittlerweile zum Baustandard geworden. Für viele Häuslbauer ist es wichtig, die Betriebskosten nachhaltig auf einem niedrigen Stand zu halten und ein Energiesparhaus leistet seinen Beitrag dazu. Aus diesem Grund möchte ich in meinem heutigen Blogbeitrag ein paar wichtige Eckpunkte zum Energiesparhaus erläutern.

Wärmedämmung – Energiesparhaus

In erster Linie kann man mit der Wärmedämmung Energie sparen. Ganz nach dem Motto „ wer’s innen warm haben will, muss sein Haus gut anziehen“. Eine gute Wärmedämmung reduziert den Wärmeverlust auf ein geringes Maß und trägt zur Effizient der Heizungsanlage des Hauses bei. Im Idealfall bleibt bei einer guten Wärmedämmung nicht nur im Winter die Kälte draußen, sondern auch im Sommer auch die Hitze und man erspart sich den Einbau oder Betrieb von Klimageräten oder Ventilatoren. Eine gute Dämmung zeichnet sich auch über ihre Luftdichtheit aus. Diese wird meisten mit einem sogenannten Blower-Door Test überprüft, beim dem im Haus mit einem Ventilator ein Unterdruck erzeugt wird und dadurch Fehlerstellen bezüglich Luftdichheit identifiziert und beseitigt werden können.

Fenster mit Dreifachverglasung – Energiesparhaus

Alte Fenster mit einer Einfachverglasung waren mehr oder weniger undicht und unter anderem  für eine entsprechend hohe Heizkostenrechnung mitverantwortlich. Dieses Faktum gehört Gott sei Dank der Vergangenheit an und mittlerweile sind Fenster mit einer Dreifachverglasung zumindestens bei Passivhäusern zum Standard geworden. Ein Fenster mit einer Dreifachverglasung bietet nicht nur einen ausgezeichneten Dämmwert (Ug bis zu 0,4 W/m2K), sondern bringt auch noch folgende Vorteile mit sich:

  • Hoher Wohnkomfort – warme Oberfläche, keine Luftströmungen
  • Optimaler solarer Energieeintrag
  • Hoher Lichttransmissionsgrad für natürliches Licht im Wohnraum
  • Optisch kein Unterschied zur Doppelverglasung

Aufgrund der genannten Vorteile sollte jeder, der neu baut oder gerade eine Renovierung plant, eine 3-fach-Verglasung ernsthaft in Erwägung ziehen und entsprechende Vergleichsangebote einholen. Außerdem sollte versucht werden, möglichst große Fensterflächen Richtung Süden in das Haus zu integrieren, um die solare Energie entsprechend nutzen zu können.

Heizen und Wasseraufbereitung – Energiesparhaus

Luftwärmepumpe IDM

Luftwärmepumpe IDM

Derzeit wird am Markt eine große Anzahl an Heiztechnologien angeboten, mit denen man sein Eigenheim wohlig warm machen bzw. das Warmwasser aufbereiten kann. Dazu gehören auch Öl- bzw. Gasheizungen, deren Effizienz  in den letzen Jahren deutlich gestiegen ist. Dennoch sollte man sich mit alternativen Heizmethoden auseinandersetzen, welche die Heizkosten auf ein noch niedrigeres Niveau bringen können. Als Beispiel dafür führe ich die Wärmepumpe an, welche der Umgebung (Luft, Erde, Wasser) die vorhandene Wärme entzieht und in einem ausgeklügelten technischen Prozess in Heizwärme umgewandelt. Die erzeugte Wärme wird (je nach Wirkungsgrad) zu einem Drittel aus Strom und zu zwei Drittel aus der Umgebung gewonnen. Um die Heizkosten auf 0 Euro zu reduzieren, müsste man dann noch zusätzlich eine hauseigene Photovoltaik Anlage betreiben, die den Strom für den Betrieb der Wärmepumpe erzeugt. Weiters könnte zur Energieeffizienz eine Solarthermie beitragen, bei der sogennante Kollektoren auf dem Dach die Strahlungsenergie der Sonne nutzen, um das durchfließende Wasser zu erwärmen. Je nach Heizungsregelung, kann die erzeugte Wärme für die Niedrigenergieheizung oder für die Aufbereitung des Warmwassers verwendet werden.

Wohnraumbelüftung – Energiesparhaus

Spielt man mit dem Gedanken, ein Energiesparhaus zu errichten, dann sollte auf jeden Fall auch eine kontrollierte Wohnraumbelüftung eingeplant werden. Mit einer kontrollierten Wohnraumbelüftung lässt sich der Energieverbrauch effizient senken, da man beim Lüften der verschiedenen Räumlichkeiten in einem Haus nur geringe Wärmeverluste hat. Bei einer kontrollierten Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung wird die warme, verbrauchte Luft über einen Wärmetauscher geführt und dazu genutzt, die Frischluft wiederum aufzuheizen. Somit halten sich Lüftungsverluste in Grenzen. Geschieht das Lüften über die Fenster, dann entweicht die warme, verbrauchte Luft aus dem Raum, die kalte Frischluft dringt ein und der Raum muss beim Schließen der Fenster wieder auf Raumtemperatur gebracht werden.

Energieausweis – Energiesparhaus

© Thorben Wengert  / pixelio.de

© Thorben Wengert / pixelio.de

Der Energieausweis ist ungefähr mit dem Typenschein eines Autos vergleichbar und gibt Auskunft über viele interessante Kennwerte des Eigenheimes. Die wichtigste Kennzahl ist aber der spezifische Heizwärmebedarf. Dieser sagt aus, wieviel Energie das Haus pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Raumwärme benötigen würde, wenn es am Referenzstandort stehen würde (also auf Basis eines Referenzklimas, nicht am tatsächlichen Standort). Damit lässt sich die Energieeffizienz von unterschiedlichen Haustypen sehr gut miteinander vergleichen. Mittlerweile ist es so, dass man den Energieausweis bereits beim behördlichen Bauverfahren benötigt und somit Pflicht ist.

 

Habe ich noch wichtige Punkte im Zusammenhang mit einem Energiesparhaus vergessen? Wenn ja, dann würde ich mich über eure Kommentar jeglicher Art freuen!

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